HQ — Fachrichtung Elektrotechnik

Industriemeister Elektrotechnik HQ Prüfung — Technik T1 und T2

Was in den Situationsaufgaben Technik und Organisation drankommt — ausgewertet aus 1.699 Prüfungsaufgaben der Jahrgänge 2015 bis 2025

1.699 HQ-Teilaufgaben
Technik I · Technik II · Organisation
Lösungsweg zu jeder Aufgabe
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Was sind die Handlungsspezifischen Qualifikationen (HQ)?

Einordnung, Aufbau und worauf es in der IHK-Prüfung ankommt

Die Industriemeister Elektrotechnik HQ Prüfung ist der zweite fachliche Prüfungsteil auf dem Weg zum Geprüften Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik. Nach § 2 der Prüfungsverordnung (IndElMeistPrV) besteht die Gesamtprüfung aus drei Teilen: den Berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikationen (AEVO), den Fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen (BQ, rein schriftlich) und den Handlungsspezifischen Qualifikationen. Nur die HQ haben einen schriftlichen und einen mündlichen Anteil.

Die HQ gliedern sich in drei Handlungsbereiche (§ 5): Technik mit den beiden Qualifikationsschwerpunkten Infrastruktursysteme und Betriebstechnik (T1) sowie Automatisierungs- und Informationstechnik (T2), Organisation mit Kostenwesen, Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssystemen sowie Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, und Führung und Personal mit Personalführung, Personalentwicklung und Qualitätsmanagement. Geprüft wird in drei funktionsfeldbezogenen Situationsaufgaben: zwei schriftlich, eine mündlich als situationsbezogenes Fachgespräch. Jede schriftliche Situationsaufgabe dauert mindestens 4 Stunden, zusammen höchstens 10 Stunden.

Worauf kommt es in der Prüfung an?

Es gibt keine abgefragten Einzelfächer. Jede Situationsaufgabe schildert einen Betrieb und eine Lage, und du arbeitest daran wie im Job: rechnen, auslegen, entscheiden, begründen. Ein Handlungsbereich bildet den Kern der Aufgabe, rund 50 Prozent; der Rest kommt integrativ aus den beiden anderen Bereichen. Die DIHK-Strukturierung nennt als Richtwert je Situationsaufgabe 100 Punkte, davon rund 60 im Kernbereich und je rund 20 aus den beiden anderen Bereichen.

Das heißt konkret: In der Situationsaufgabe mit Kern Technik löst du nicht nur Technikaufgaben. Unsere Auszählung der Prüfungsaufgaben liegt nah am Richtwert — in Technik I sind 366 von 552 Teilaufgaben technisch (66 Prozent), in Technik II 339 von 527 (64 Prozent). Ein direkter Vergleich ist das nicht: Wir zählen Teilaufgaben, die DIHK-Richtwerte beziehen sich auf Punkte. Die Richtung stimmt aber. Der nicht-technische Rest verlangt Kostenrechnung, Arbeitsschutz, Personalführung oder Qualitätsmanagement mitten im technischen Sachverhalt. Wer Technik isoliert lernt, verschenkt rund ein Drittel der Prüfung.

Die Prüfungsthemen im Handlungsbereich Technik

Was die Prüfungsverordnung für T1 und T2 verlangt

Die Prüfungsverordnung beschreibt für jeden Qualifikationsschwerpunkt, was du können musst.

T1 — Infrastruktursysteme und Betriebstechnik

  • elektrotechnische Systeme projektieren und errichten
  • Konfigurationsvorgaben für Komponenten und Geräte erstellen
  • Funktions- und Sicherheitsprüfungen planen und dokumentieren
  • Anlagen in Betrieb nehmen und abnehmen
  • Maschinen und Fertigungssysteme in Betrieb nehmen
  • Instandhaltung planen und einleiten
  • die elektrische Energieversorgung aufrechterhalten

T2 — Automatisierungs- und Informationstechnik

  • automatisierte Anlagen und Informationssysteme projektieren
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik konfigurieren
  • Funktions- und Sicherheitsprüfungen durchführen
  • automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen
  • Konstruktions- und Schaltungsunterlagen erstellen
  • Fertigungsprozesse einleiten und optimieren
  • Auswirkungen neuer Bauelemente bewerten

T1 und T2 — welcher Teil für dich zählt, klärst du mit deiner IHK

In den Prüfungsunterlagen tauchen beide Schwerpunkte auf, aber unterschiedlich verknüpft. Die DIHK-Strukturierung führt die Situationsaufgabe mit Kern Technik als „Infrastruktursysteme und Betriebstechnik (T1) oder Automatisierungs- und Informationstechnik (T2)“. Im bundeseinheitlichen Terminplan heißt derselbe Prüfungstag dagegen „Situationsaufgabe Handlungsbereich Technik (T 1 und T 2)“. Und § 5 der Verordnung verlangt, dass jeder Qualifikationsschwerpunkt mindestens einmal berücksichtigt wird. Wie sich diese drei Angaben zueinander verhalten, ist in keiner der geprüften amtlichen Quellen ausdrücklich geregelt. Bildungsanbieter vermarkten T1 und T2 als getrennte Spezialisierungsgebiete ihrer Lehrgänge. Frag deshalb bei deiner IHK und bei deinem Lehrgangsträger nach, welcher Teil bei dir bewertet wird und wann das festgelegt ist.

Für die Vorbereitung hilft dir der Blick in beide Richtungen ohnehin: Antriebstechnik, Messtechnik und Instandhaltung kommen in T1 wie in T2 vor, nur mit anderem Schwerpunkt.

Das zeigen 1.079 Prüfungsaufgaben aus 18 Prüfungsterminen

Welche Technik-Themen wie oft drankommen — Dauerbrenner und Einzelfälle

Wir haben alle Technik-Teilaufgaben unseres Bestands nach Themen ausgezählt: 1.079 Teilaufgaben aus 18 Prüfungsterminen zwischen Frühjahr 2015 und Frühjahr 2025, davon 705 mit technischem Inhalt. Technik I und Technik II decken dabei je 17 Termine ab. Jede Aufgabe ist genau einem Hauptthema zugeordnet. Die Spalte „Termine“ zeigt, in wie vielen der 17 Termine des jeweiligen Schwerpunkts das Thema überhaupt auftaucht — sie trennt Dauerbrenner von Einzelfällen.

Technik I (T1) — 365 von 366 technischen Teilaufgaben zugeordnet

ThemaAufgabenAnteilTermine
Antriebe, Motoren und Umrichter8824 %13 von 17
Energieversorgung, Transformatoren, Kompensation6418 %13 von 17
Messtechnik und Sensorik5816 %13 von 17
Leitungen, Absicherung, Spannungsfall4613 %12 von 17
Beleuchtung, Gebäude- und Versorgungstechnik3810 %9 von 17
SPS, Steuerungs- und Regelungstechnik257 %7 von 17
Instandhaltung, Verfügbarkeit, Ersatzteile205 %5 von 17
Förder-, Handhabungs- und Fluidtechnik175 %4 von 17
Schutzmaßnahmen und Netzformen51 %2 von 17
Bussysteme und Netzwerke41 %3 von 17

Technik II (T2) — 339 technische Teilaufgaben

ThemaAufgabenAnteilTermine
Antriebe, Motoren und Umrichter7622 %13 von 17
Bussysteme, Netzwerke und Informationstechnik7021 %16 von 17
SPS, Steuerungs- und Regelungstechnik7021 %16 von 17
Messtechnik und Sensorik6419 %15 von 17
Instandhaltung, Verfügbarkeit, Ersatzteile257 %7 von 17
Förder-, Handhabungs- und Fluidtechnik237 %6 von 17
Energieversorgung, Transformatoren, Kompensation51 %2 von 17
Inbetriebnahme, Prüfung, Dokumentation31 %1 von 17
Leitungen, Absicherung, Spannungsfall31 %1 von 17

Vier Dinge fallen auf:

  1. Antriebstechnik ist in beiden Schwerpunkten das Thema Nummer eins. Motorauswahl, Bemessungsdaten, Schlupf, Drehmoment, Frequenzumrichter und Zwischenkreis — wer das sicher rechnet, holt in jedem Termin Punkte.
  2. T1 und T2 unterscheiden sich klar. T1 zieht nach unten zur Energieversorgung: Transformatoren, Kompensation, Querschnitte und Spannungsfall machen zusammen 30 Prozent aus. T2 zieht nach oben zur Automatisierung: Bussysteme, SPS und Regelungstechnik ergeben zusammen 41 Prozent.
  3. T1 ist die Rechenprüfung. 244 von 366 technischen T1-Aufgaben (67 Prozent) verlangen einen Zahlenwert mit Einheit. In T2 sind es 120 von 339 (35 Prozent) — dort überwiegen Erklär-, Auswahl- und Begründungsaufgaben.
  4. Schutzmaßnahmen und Netzformen sind seltener Hauptthema, als viele erwarten. Sie tauchen häufiger als Randbedingung einer Auslegungsaufgabe auf (Abschaltbedingung, Schleifenimpedanz, Freischalten) als in einer eigenen Aufgabe. Lernen musst du sie trotzdem — nur nicht auf Kosten der Antriebsrechnung.

Typische Sachverhalte aus den Prüfungen, neu formuliert: Auslegung der Zuleitung einer Fahrgasse, Gruppenkompensation einer Hallenbeleuchtung, Parallelbetrieb zweier Transformatoren, Pt100 in Zweileiterschaltung, Dehnungsmessstreifen in Halbbrücke, Wendeschützschaltung mit SPS-Programm für den Tippbetrieb, Profibus gegen Interbus im Prüfstand, IO-Link statt analoger Sensorik, Splitrange-Regelung einer Gebäudeklimatisierung, zustandsorientierte Instandhaltung an Transportbändern.

Zulassung, Termine und Hilfsmittel

Was du vor der Anmeldung wissen musst

Zulassung zum Prüfungsteil HQ. Nach § 3 Abs. 2 IndElMeistPrV wird zugelassen, wer das Ablegen der Prüfung im Teil „Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen“ nachweist, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis über die Voraussetzungen für den BQ-Teil hinaus. Für den BQ-Teil selbst gelten nach § 3 Abs. 1 drei Wege: Abschlussprüfung in einem den Elektrotechnikberufen zuzuordnenden Ausbildungsberuf ohne weitere Praxis, Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf plus mindestens sechs Monate Berufspraxis, oder mindestens vier Jahre Berufspraxis ohne Berufsabschluss. Die Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Industriemeisters Elektrotechnik haben.

Termine. Die schriftlichen Prüfungstermine sind bundeseinheitlich und liegen zweimal im Jahr: die Frühjahrsprüfung im Mai, die Herbstprüfung im November. Beide Situationsaufgaben werden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben, zuerst der Handlungsbereich Technik, am Folgetag der Handlungsbereich Organisation. Laut DIHK-Terminplan sind das im Herbst 2026 der 12. November (Technik) und der 13. November (Organisation), im Frühjahr 2027 der 25. und 26. Mai. Die DIHK weist ausdrücklich darauf hin: „Nicht jede IHK bietet jede Prüfung bzw. jeden Prüfungstermin an.“ Verbindlich ist immer die Einladung deiner IHK.

Besonderheiten je IHK. Die Anmeldefristen setzt jede Kammer selbst. Die IHK Cottbus nennt zum Beispiel den 30. Dezember für die Frühjahrs- und den 30. Juni für die Herbstprüfung, die IHK Rhein-Neckar den 30. Januar und den 15. August. Auch Gebühren, Ablauf des Fachgesprächs und Hilfsmittelzulassung regeln die Kammern im Detail unterschiedlich. Prüf immer die Seite deiner eigenen IHK.

Hilfsmittel. Zugelassen sind laut DIHK-Hilfsmittelliste dokumentechtes Schreibmaterial, Lineal, Zeichenmaterial sowie ein netzunabhängiger, nicht kommunikationsfähiger Taschenrechner. Dazu die von der IHK gestellte „Formelsammlung für industriell-technische Abschlüsse nach BBiG“, bis zu drei Tabellenbücher aus der zugelassenen Liste und unkommentierte Gesetzestexte. Klebezettel, Unterstreichungen und Normenverweise in den Gesetzestexten sind zulässig. Die Liste wird fortgeschrieben — hol dir vor dem Termin die aktuelle Fassung bei deiner IHK. Formeln zum Nachschlagen findest du in unserer Formelsammlung.

Bestehen und Wiederholen. Bestanden ist die Prüfung nach § 7, wenn in allen BQ-Prüfungsbereichen und in allen HQ-Leistungen — beiden schriftlichen Situationsaufgaben und dem Fachgespräch — jeweils mindestens „ausreichend“ erreicht ist. Nach § 8 ist jeder nicht bestandene Prüfungsteil zweimal wiederholbar; meldest du dich innerhalb von zwei Jahren erneut an, kannst du bestandene Teile auf Antrag freistellen lassen.

Das situationsbezogene Fachgespräch

Der mündliche Teil der HQ-Prüfung

Das Fachgespräch ist die dritte Situationsaufgabe und dauert nach § 5 Abs. 6 zwischen 45 und 60 Minuten je Prüfling. Geprüft wird der Handlungsbereich, der nicht Kern einer der beiden schriftlichen Aufgaben war — in der Praxis also Führung und Personal, mit Anteilen aus Technik und Organisation.

Wie das abläuft, beschreibt die IHK Pfalz für ihren Bezirk so: höchstens 45 Minuten, die Aufgabe wird am Prüfungstag ausgegeben, 30 Minuten Vorbereitung unter Aufsicht, Bezug zum Sachverhalt der schriftlichen Prüfung. Die Präsentation dauert bis zu 15 Minuten und zählt 30 Punkte, das Fachgespräch rund 30 Minuten und zählt 70 Punkte; 50 Punkte sind zum Bestehen nötig. Ablauf und Hilfsmittel können je IHK abweichen.

Warum Industriemeister-BQ für die HQ Elektrotechnik?

So unterstützt dich die Plattform gezielt

1.699 Prüfungsaufgaben, neu formuliert
Technik I: 552 Teilaufgaben, Technik II: 527, Organisation: 620. Prüfungsjahrgänge 2015 bis 2025, 19 Prüfungstermine. Keine erfundenen Übungsfragen, sondern der tatsächliche Aufgabenzuschnitt.
Zu jeder Aufgabe ein Lösungsweg
Alle 1.079 Technik-Teilaufgaben haben dokumentierte Lösungsschritte. 467 davon sind Rechenaufgaben — sie prüfen Zahlenwert und Einheit mit Toleranz, statt nur „richtig“ oder „falsch“ zu sagen. Dazu 802 typische Fehler mit Erklärung.
Integrativ geübt, so wie geprüft wird
Die Technik-Situationsaufgaben enthalten, was in der Prüfung mitkommt: Kostenwesen, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, Personalführung, Personalentwicklung und Qualitätsmanagement — eingebettet in den technischen Sachverhalt.

Die HQ-Seiten im Überblick

Organisation gilt für beide Fachrichtungen, Technik ist je Fachrichtung verschieden

Alle 5 BQ-Fächer auf einen Blick

Die HQ bauen auf den Basisqualifikationen auf — und die Fünfjahresfrist aus § 3 Abs. 2 macht die Reihenfolge verbindlich.

Rechenwege zum Nachschlagen stehen in der Formelsammlung.

Technik-Aufgaben frei formuliert üben

In der Prüfung stehen keine Antwortoptionen zur Auswahl

In der Prüfung kreuzt du nichts an. Du schreibst einen Rechenweg auf, begründest eine Bauteilauswahl, erklärst eine Schutzwirkung. Genau so übst du hier: Bei Freitextaufgaben schreibst du deine Antwort frei, die App hakt die erkannten Kernpunkte der Musterlösung ab, den Rest bewertest du selbst. Rechenaufgaben prüfen Zahlenwert und Einheit.

Das trifft vor allem T2. Dort sind 65 Prozent der technischen Aufgaben keine Rechenaufgaben, sondern Erklär- und Begründungsaufgaben — die Aufgabenart, die sich mit Multiple Choice am schlechtesten üben lässt. Im Prüfungsmodus schreibst du eine ganze Situationsaufgabe am Stück und bekommst die Auswertung auf 100 Punkte.

Für die fünf BQ-Fächer gibt es zusätzlich das KI-Klassenzimmer, in dem ein KI-Lehrer deine frei formulierten Antworten bewertet.

Häufige Fragen zur Industriemeister Elektrotechnik HQ Prüfung

Kurz beantwortet — mit Bezug auf Verordnung und IHK-Praxis

Was bedeutet HQ beim Industriemeister Elektrotechnik?

HQ steht für „Handlungsspezifische Qualifikationen“. Das ist nach § 2 IndElMeistPrV der zweite fachliche Prüfungsteil, neben den Fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen (BQ) und der Ausbildereignung (AEVO). Die HQ umfassen die Handlungsbereiche Technik, Organisation sowie Führung und Personal und werden in drei Situationsaufgaben geprüft — zwei schriftlich, eine mündlich.

Muss ich T1 und T2 beide lernen?

Das hängt davon ab, wie deine IHK und dein Lehrgangsträger den Handlungsbereich Technik zuschneiden. In den Prüfungsunterlagen stehen beide Varianten nebeneinander: Die DIHK-Strukturierung nennt „T1 oder T2“, der bundeseinheitliche Terminplan bezeichnet denselben Prüfungstag als „Technik (T 1 und T 2)“, und § 5 der Verordnung verlangt, dass jeder Qualifikationsschwerpunkt mindestens einmal berücksichtigt wird. Eine eindeutige amtliche Regelung dazu haben wir nicht gefunden — frag deshalb direkt bei deiner IHK nach. Für die Vorbereitung gilt so oder so: Antriebstechnik, Messtechnik und Instandhaltung sind in unserer Auswertung in beiden Schwerpunkten stark vertreten.

Wie lange dauert die schriftliche HQ-Prüfung?

Jede der beiden schriftlichen Situationsaufgaben dauert nach § 5 mindestens vier Stunden, zusammen höchstens zehn Stunden. Geschrieben wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: zuerst die Situationsaufgabe im Handlungsbereich Technik, am Folgetag die im Handlungsbereich Organisation. Die Termine sind bundeseinheitlich, Frühjahr im Mai und Herbst im November; das konkrete Datum nennt dir deine IHK.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Zulassung zum HQ-Teil?

Nach § 3 Abs. 2 IndElMeistPrV brauchst du zwei Nachweise: das Ablegen der BQ-Prüfung, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis zusätzlich zu dem, was für die BQ-Zulassung nötig war. Die Praxis soll inhaltlich zu den Aufgaben eines Industriemeisters Elektrotechnik passen. Die Anmeldefristen legt jede IHK selbst fest.

Wie viele Punkte entfallen in der Technik-Aufgabe wirklich auf Technik?

Nach der DIHK-Strukturierung rund 60 von 100 Punkten; die übrigen 40 verteilen sich zu je rund 20 auf Organisation sowie Führung und Personal. Unsere Auszählung liegt in derselben Größenordnung: In Technik I sind 66 Prozent der Teilaufgaben technisch, in Technik II 64 Prozent. Wir zählen dabei Teilaufgaben, die DIHK-Richtwerte zählen Punkte — die Zahlen sind also nicht direkt vergleichbar. Klar ist trotzdem: Der integrative Anteil ist kein Nebenschauplatz.

Welche Themen kommen in Technik I am häufigsten dran?

In unserer Auswertung von 366 technischen T1-Teilaufgaben führen Antriebe, Motoren und Umrichter mit 24 Prozent, gefolgt von Energieversorgung, Transformatoren und Kompensation mit 18 Prozent und Messtechnik und Sensorik mit 16 Prozent. Leitungsauslegung mit Strombelastbarkeit und Spannungsfall kommt auf 13 Prozent. Diese vier Themen decken zusammen rund 70 Prozent der technischen T1-Aufgaben ab.

Welche Themen kommen in Technik II am häufigsten dran?

Bei 339 technischen T2-Teilaufgaben stehen Antriebe mit 22 Prozent vorn, dahinter mit je 21 Prozent Bussysteme und Netzwerke sowie SPS-, Steuerungs- und Regelungstechnik, dann Messtechnik und Sensorik mit 19 Prozent. Bussysteme und SPS tauchen in 16 der 17 ausgewerteten T2-Prüfungstermine auf — das sind die verlässlichsten Punktelieferanten in T2.

Welche Hilfsmittel darf ich in die HQ-Prüfung mitnehmen?

Laut DIHK-Hilfsmittelliste: dokumentechtes Schreibmaterial, Lineal, Zeichenmaterial, ein netzunabhängiger und nicht kommunikationsfähiger Taschenrechner, die von der IHK gestellte Formelsammlung nach BBiG, bis zu drei zugelassene Tabellenbücher und unkommentierte Gesetzestexte. In den Gesetzestexten sind Klebezettel, Unterstreichungen und Normenverweise erlaubt. Die Liste wird fortgeschrieben — hol dir vor dem Termin die aktuelle Fassung bei deiner IHK.

Bereit für die HQ-Prüfung?

Fang mit dem Thema an, das in beiden Schwerpunkten oben steht: Antriebe. Dann arbeite dich an der Tabelle entlang nach unten. Die Vorschau aus Frühjahr 2025 ist mit einem kostenlosen Konto frei.

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