NTG steht für Naturwissenschaftliche und technische Gesetzmäßigkeiten — und ist für die meisten Teilnehmer das anspruchsvollste der fünf BQ-Fächer. Kein anderes Fach deckt ein so breites Spektrum ab: von klassischer Mechanik über Elektrotechnik bis hin zu Chemie und Statistik.
Das Besondere an NTG: Du darfst die offizielle IHK-Formelsammlung mit in die Prüfung nehmen. Das klingt nach einem großen Vorteil — ist es auch, aber nur wenn du weißt wie du damit umgehst. Wer die Formeln nicht versteht, findet in der Formelsammlung trotzdem nicht das Richtige.
Kräfte, Gewichtskraft, Reibung, Hebelgesetz und Drehmomente bilden die Basis. Typische Aufgaben: Kräfte an der schiefen Ebene berechnen, Hebelgesetze anwenden, Drehmomente ermitteln. Wer die Grundformeln sicher beherrscht hat hier gute Chancen auf volle Punktzahl.
Gleichförmige Bewegung, gleichmäßig beschleunigte Bewegung, Bremsweg, freier Fall — alles mit den entsprechenden s-t- und v-t-Diagrammen. In der Prüfung kommen regelmäßig Aufgaben zu Fahrzeugen die beschleunigen oder bremsen, Werkzeugen die fallen oder Körpern auf schiefen Ebenen.
Zugspannung, Druckspannung, Scherung, Flächenpressung — die Festigkeitslehre prüft ob du verstehst wie Materialien auf Belastungen reagieren. Wichtig: Einheiten korrekt umrechnen (N/mm² zu MPa etc.) und die Sicherheitszahl richtig einsetzen.
Kolbendruck, hydraulische Presse, Strömungsgeschwindigkeit in Rohren — die Hydraulik macht viele nervös, ist aber mit dem richtigen Ansatz gut beherrschbar. Das Kontinuitätsprinzip (v₁·A₁ = v₂·A₂) kommt in der Prüfung regelmäßig vor.
Wärmemenge berechnen, Längen- und Volumenausdehnung, Mischungstemperatur, Phasenübergänge — die Wärmelehre ist gut lernbar weil die Formeln überschaubar sind. Häufige Aufgabe: Wie viel Energie wird benötigt um X Liter Wasser von T₁ auf T₂ zu erwärmen?
Ohmsches Gesetz, Reihen- und Parallelschaltungen, elektrische Leistung, Wirkungsgrad, Drehstrom — die Elektrotechnik ist für viele Teilnehmer das unangenehmste Teilgebiet wenn kein elektrotechnischer Hintergrund vorhanden ist. Mit gezielter Übung aber gut zu bewältigen.
Korrosionsschutz, elektrochemische Vorgänge, Säuren und Basen, Wasseraufbereitung — die Chemie in NTG ist weniger rechenintensiv als die anderen Bereiche und eher konzeptuell. Hier kann man mit Verständnis statt Formeln punkten.
Mittelwert, Standardabweichung, Normalverteilung, 3-Sigma-Regel, Toleranzgrenzen — die Statistik ist für viele eine Überraschung im NTG-Stoff. Die Aufgaben sind aber gut schematisierbar.
Flächen- und Volumenberechnungen, Winkelfunktionen (Sinus, Kosinus, Tangens), Pythagoras — klassische Schulgeometrie die in industriellen Kontexten angewendet wird.
Die NTG-Prüfung dauert 90 Minuten. Du bekommst Aufgaben aus verschiedenen Themenbereichen — ein Mix aus Multiple-Choice-Fragen und offenen Rechenaufgaben. Die IHK-Formelsammlung und ein nicht-programmierbarer Taschenrechner sind erlaubt.
Viele Teilnehmer verlassen sich zu sehr auf die Formelsammlung und lernen die Formeln nicht wirklich. Übe intensiv mit der Formelsammlung bis du weißt wo welche Formel steht und wie du sie anwendest. In der Prüfung hast du keine Zeit zum Suchen.
Fehlende oder falsche Einheiten kosten Punkte. Schreibe in jeder Übungsaufgabe konsequent die Einheiten mit — von Anfang an. Das wird zur Gewohnheit.
NTG umfasst viel Stoff. Konzentriere dich auf die Bereiche die regelmäßig auftauchen: Mechanik, Elektrotechnik und Wärmelehre machen zusammen den größten Teil der Prüfungsaufgaben aus.
Die IHK bewertet auch Teilschritte. Wer die richtige Formel ansetzt und den Rechenweg korrekt beginnt bekommt Punkte — auch wenn das Endergebnis falsch ist. Schreibe immer: Formel nennen → Werte einsetzen → Ergebnis mit Einheit.
NTG ist anspruchsvoll — aber nicht unlösbar. Wer strukturiert vorgeht, mit echten Prüfungsfragen übt und die Formelsammlung wirklich beherrscht hat gute Chancen zu bestehen.
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