Die Basisqualifikation ist der erste von drei Prüfungsteilen auf dem Weg zum geprüften Industriemeister IHK. Sie bildet das fachübergreifende Fundament — unabhängig davon ob du Industriemeister Metall, Elektrotechnik, Mechatronik oder eine andere Fachrichtung anstrebst. Alle Kandidaten legen dieselben fünf Prüfungsfächer ab.
Viele unterschätzen die BQ am Anfang. Dabei zeigen Umfragen dass rund 30% der Teilnehmer mindestens ein Fach wiederholen müssen. Mit der richtigen Vorbereitung gehörst du nicht dazu.
NTG gilt als das anspruchsvollste Fach der BQ. Du benötigst Kenntnisse in Mechanik, Elektrotechnik, Wärmelehre, Chemie und Mathematik. Rechenaufgaben sind Standard — die IHK-Formelsammlung darf mitgebracht werden. Typische Themen sind Kräfte, Ohmsches Gesetz, Wärmedehnung und statistische Auswertungen.
BWH prüft kaufmännisches Verständnis: Kalkulation, Kostenrechnung, Investitionsrechnung, Lohnformen und Unternehmensorganisation. Auch hier sind Rechenaufgaben häufig. Wer kein kaufmännisches Vorwissen mitbringt, sollte BWH besonders viel Zeit widmen.
RBH behandelt die rechtlichen Grundlagen des Arbeitslebens: Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, Betriebsverfassungsgesetz, Sozialversicherung, Datenschutz und Umweltrecht. Viel Auswendiglernen, aber mit System gut zu bewältigen.
MIKP ist das Fach für Projektmanagement, Präsentationstechniken, Analysemethoden (SWOT, ABC-Analyse) und IT-Grundlagen. Weniger Rechnen, mehr Verstehen und Anwenden. Viele empfinden MIKP als zugänglicher als NTG oder BWH.
ZIB dreht sich um Menschen: Führungsstile, Motivation, Kommunikation, Konfliktmanagement und Personalentwicklung. Wer bereits Führungserfahrung hat, hat hier einen natürlichen Vorteil. Auch ohne Erfahrung gut lernbar.
Die IHK schreibt bundeseinheitliche Prüfungstermine vor. Für 2026 gelten folgende Termine:
Wichtig: Nicht jede IHK bietet jeden Termin an. Informiere dich frühzeitig bei deiner zuständigen IHK und beachte den Anmeldeschluss — dieser liegt in der Regel 6–8 Wochen vor dem Prüfungstermin.
Zur BQ-Prüfung zugelassen wirst du wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Die genauen Voraussetzungen können je nach Fachrichtung leicht abweichen. Prüfe die Zulassung immer direkt mit deiner IHK — am besten bevor du mit dem Lehrgang beginnst.
Jedes der fünf Fächer wird schriftlich geprüft. Die Prüfungszeit beträgt je nach Fach 60 bis 90 Minuten. Um ein Fach zu bestehen benötigst du mindestens 50 von 100 möglichen Punkten.
Wenn du in maximal zwei Fächern zwischen 30 und 49,5 Punkten liegst und kein Fach unter 30 Punkten hast, kannst du eine mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) ablegen. Das gibt dir eine zweite Chance ohne alles wiederholen zu müssen.
Realistisch einplanen solltest du 6 bis 18 Monate — je nach Vorwissen, Lernzeit pro Woche und ob du einen Lehrgang besuchst oder dich selbst vorbereitest. Wer bereits in einem Industriebetrieb arbeitet und technisches Grundverständnis mitbringt, hat einen klaren Vorteil bei NTG und BWH.
Viele Teilnehmer bereiten sich neben Vollzeitjob und Familie vor. Das ist anspruchsvoll aber machbar — wenn du strukturiert lernst und dich nicht im Lehrstoff verlierst.
Die Industriemeister BQ ist kein Selbstläufer — aber mit der richtigen Vorbereitung gut zu schaffen. Die fünf Fächer decken ein breites Spektrum ab, dafür ist keines unüberwindbar schwer. Wer systematisch lernt, echte Prüfungsfragen übt und frühzeitig startet, hat sehr gute Chancen beim ersten Anlauf zu bestehen.
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